Über uns

Mein Name ist Christoph Heher und ich unterrichte seit mehr als 10 Jahren in einer Wiener AHS. Beim Start des Podcasts 2021 war ich Klassenvorstand von Schüler:innen einer 6. Klasse. Zusätzlich habe ich viele Jahre lang eine Theatergruppe begleitet und kann mich auch als Schulbibliothekar in einer ewig unfertigen Schulbibliothek austoben.


Als Teil der „AG Literacy: Schulbibliotheken“ des BMBWF darf ich auch an www.psoe.at, der „Plattform für Schulbibliotheken Österreich“, mitarbeiten. Darüber hinaus bin ich Teil des Teams „AG VWA“ des BMBWF, die an der Weiterentwicklung der Vorwissenschaftlichen Arbeit in Österreich arbeitet und die Website www.ahs-vwa.at betreut.

Podcastidee

Die Idee zum Podcast hatte ich bereits 2021, nachdem mir eine meiner Schülerinnen aus ihrer Vergangenheit erzählt hat. Ich begleite meine aktuelle Klasse seit 7 Jahren und in dieser Zeit durfte ich viele Schüler:innen immer besser kennenlernen. Ihre Geschichten, ihre Träume, ihre Meinungen und Wertvorstellungen, ihr Leben in Wien, ihre Sicht auf die Welt, ihr Vertrauen und ihre Wertschätzung und vieles mehr haben mich zu diesem Podcast inspiriert. Sie sind jung, aber ich finde, sie haben viel zu erzählen.

Dieser Podcast ist kein Schulprojekt, auch wenn ich Lehrer bin und im Podcast mit meinen Schüler:innen spreche. Vielleicht kann er einen Beitrag zu einer Art Diskursveränderung leisten. Ich finde, es soll nicht immer über sie als eine Art Sondergruppe gesprochen werden, weder im Positiven noch im Negativen. Überhaupt möchte ich nicht über sie sprechen, sondern mit ihnen und vor allem bietet der Podcast die Gelgenheit, dass sie über sich selbst sprechen.

In Wirklichkeit ist das Projekt einfach eine Art Geschenk für meine Klasse, aber ich bin davon überzeugt, dass diese Podcastreihe auch für andere interessant ist. Vielleicht auch für Menschen, die wenig oder nichts mit Schule und Jugendlichen zu tun haben.

Konzept

Obwohl der Podcast in der ersten Folge mit der Geschichte über eine Fluchterfahrung startet, sollen diese besonderen und möglicherweise einschneidenden Erlebnisse nicht das die einzigen Geschichten sein; die Schüler:innen sollen nicht auf Einzelereignisse reduziert werden. Es geht auch und vielleicht sogar vor allem um den ganz normalen Alltag, Kindheitserinnerungen und Vorstellungen über die eigene Zukunft von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die in Wien leben.

Im Vorfeld bitte ich meine Gesprächspartner:innen drei Gegenstände mitzunehmen, die jeweils ihre Vergangenheit oder etwas in ihrer Vergangenheit, ihr Gefühl in der Gegenwart und Zukunftshoffnungen, -wünsche, – vorstellungen, -träume symbolisieren sollen. Wohin sich die einzelnen Gesrpäche dann ausgehend von diesen Dingen entwickeln, ist nicht vorgegeben.

Die Schüler:innen wissen, dass sie nach meinem Rohschnitt immer selbst bestimmen können, was noch zusätzlich aus dem Gespräch geschnitten und somit nicht veröffentlicht wird. Es ist auch möglich, gar nichts zu veröffentlichen, falls jemand – das kann auch ich sein – nach dem Gespräch kein gutes Gefühl dabei hat.

Christoph Heher, 28. November 2022